Verliert eines der Lieblingsargumente der Anti-Krypto-Gemeinde an Schwung? Laut dem US-Start-up Chainalysis ging die mit Kryptowährungen verbundene kriminelle Aktivität in den ersten sechs Monaten des Jahres stark zurück, auf 3 Milliarden Dollar, verglichen mit 7,8 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2022.
Dieser Rückgang von 65 % bei Betrügereien und anderen Hacks ist offensichtlich mit dem Abschwung der Kryptomärkte und dem allgemeinen Rückgang der Anzahl von Transaktionen und Investoren verbunden. Aber im weiteren Sinne ist es vor allem der Rückgang der Anzahl von groß angelegten Betrügereien, wie VidiLook, der das Gesamtvolumen gesenkt hat.
Betrügereien wie VidiLook folgen einem typischen Modell: Investoren werden dazu verleitet, Kryptowährungen einzuzahlen, um eine falsche Rendite zu erhalten. Laut Chainalysis ist VidiLook allein für einen Verlust von mindestens 120 Millionen Dollar für Investoren verantwortlich.
Diese Zahl sollte jedoch nicht als positiv angesehen werden. Einerseits, weil immer noch Kryptowährungen im Wert von 3 Milliarden Dollar mit illegalen Aktivitäten verbunden sind, und andererseits, weil illegale Aktivitäten sehr kontextabhängig sind. Diese Zahlen könnten daher im Falle eines (starken) Preisanstiegs wieder steigen.
Ransomware auf dem Vormarsch
Auch Ransomware-Angriffe, die meist das Infizieren eines Computersystems und das Fordern eines Lösegelds in Kryptowährungen beinhalten, nehmen zu. Im ersten Halbjahr beliefen sie sich auf 450 Millionen Dollar, 175 Millionen Dollar mehr als im ersten Halbjahr 2022.
Dieser Anstieg ist größtenteils darauf zurückzuführen, wie Chainalysis feststellt, dass Hackergruppen in Osteuropa ihre Aktivitäten wieder aufgenommen haben. Diese Gruppen sollen ihre Aktivitäten aufgrund des Krieges in der Ukraine vorübergehend eingestellt haben und haben sie seitdem wieder aufgenommen...







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