BlackRock setzt seinen Weg im Krypto-Universum fort. Nach der Einführung seines Bitcoin Spot ETF im Januar kündigte der weltweit größte Vermögensverwalter (9.000 Milliarden Dollar) am Donnerstag offiziell die Einführung seines ersten tokenisierten Fonds an, der auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain ausgegeben wird.
Der "BUIDL" (BlackRock USD Institutional Digital Liquidity Fund) genannte Fonds in Höhe von 100 Millionen Dollar bietet qualifizierten Investoren - also "Professionellen" - die Möglichkeit, Dollar-Renditen aus Liquidität oder US-Staatsanleihen zu erzielen, indem sie den Token des Fonds halten, der verspricht, die Parität mit dem Dollar zu wahren.
Ein Vorteil der Blockchain ist, dass Investoren ihre Tokens natürlich jederzeit mit anderen zuvor von BlackRock validierten (whitelisteten) Investoren austauschen können.
Zur Verwaltung seines Fonds hat BlackRock die Dienste von Coinbase und Securitize in Anspruch genommen, um die Blockchain-Infrastruktur bereitzustellen, und es ist die amerikanische Bank BNY Mellon, die den BUIDL-Fonds mit den traditionellen Märkten verbinden wird, wie in der Pressemitteilung des Unternehmens angegeben.
Funktioniert ähnlich wie ein krypto-nativer Stablecoin
Im Krypto-Universum könnte der Mechanismus des Fonds mit dem eines Stablecoins verglichen werden, aus dem Nutzer Renditen erzielen können, wie es bei MakerDAO's Dai oder anderen dezentralen Stablecoins der Fall ist. Der Unterschied besteht darin, dass BlackRocks Token vorerst nicht in dezentrale Finanzprotokolle integriert werden kann.
Es sei darauf hingewiesen, dass andere Stablecoins wie die von Circle oder Tether, derzeit die beiden Marktführer, die Renditen aus ihren Reserven (fast ausschließlich aus US-Staatsanleihen) nicht direkt mit ihren Nutzern teilen. Kann dieser Start von BlackRock das Spiel verändern?
In jedem Fall illustriert dieser Start perfekt, wie institutionelle Investoren versuchen, in die öffentliche Blockchain einzutreten, indem sie Produkte einführen, die nur für identifizierte Investoren zugänglich sind, weit entfernt von einem der großen Versprechen vieler Figuren in der dezentralen Finanzwelt (DeFi), nämlich Einzelpersonen Finanzprodukte anzubieten, die normalerweise professionellen Investoren vorbehalten sind.
Mit diesem Start bekräftigt BlackRock weiter seine Ambitionen in der Welt der digitalen Vermögenswerte, wie sein Chef Larry Fink kürzlich im amerikanischen Fernsehen erklärte: "Alle Finanzanlagen werden tokenisiert, Aktien, Anleihen... und BlackRock hat eine Rolle in dieser Entwicklung der Finanzmärkte zu spielen".







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