BoursoBank betritt den Kryptomarkt
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Ab heute vertreibt Frankreichs führende Online-Bank Krypto-ETPs, darunter Bitcoin und Ethereum. Die Bank war lange zögerlich, diesen unvermeidlichen Trend anzunehmen.

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BoursoBank steigt in den Kryptomarkt ein. Die Tochtergesellschaft der Société Générale und Pionier im französischen Retail-Brokerage startet am 25. März krypto-unterlegte ETPs in Zusammenarbeit mit dem führenden Anbieter digitaler Vermögenswerte CoinShares und dem Investmentriesen BlackRock.

Fünf CoinShares Physical ETPs und ein BlackRock ETP debütieren auf der Plattform von BoursoBank und machen regulierte Krypto-Investitionen für französische Privatanleger zugänglich.

Dieser Meilenstein markiert das erste Mal, dass eine große französische Retail-Bank krypto-unterlegte Produkte auf regulierten Märkten über Standard-Wertpapierkonten anbietet.

"Von der Preisverfolgung über die Kontoansicht bis hin zur Investition", sagt Benoît Grisoni, CEO von BoursoBank. "Das ist erst der Anfang."

"Diese Partnerschaft festigt die Position von CoinShares als europäischer Marktführer im institutionellen Investment in digitale Vermögenswerte", sagt Jean-Marie Mognetti, CEO von CoinShares, zufrieden. "Der Eintritt von BoursoBank in diesen Markt markiert einen echten Wendepunkt für die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte in Frankreich."

Unter den angebotenen Produkten:

  • CoinShares Physical Bitcoin (0,25% jährliche Gebühr)
  • CoinShares Physical XRP (1,50%)
  • CoinShares Physical Staked Ethereum, Staked Solana und Staked Cardano, alle drei ohne Verwaltungsgebühren und mit Staking-Belohnungen von bis zu 3% pro Jahr.

Diese ETPs sind an traditionellen Börsen notiert und profitieren von physischer Replikation, die den tatsächlichen Besitz der zugrunde liegenden Vermögenswerte garantiert.

"Wenn ein Investor Produkte im Wert von 50 Millionen Euro kaufen möchte, wird ein Market Maker auf den Markt gehen, um die entsprechende Anzahl von Kryptos zu kaufen", erklärt Jérôme Castille, Leiter der Compliance für CoinShares in Frankreich. "Diese werden dann an den Verwahrer, in diesem Fall Komainu, gesendet, der diese Einlage von einem unabhängigen Administrator zertifizieren lässt", fährt er fort.

"Erst nach der Validierung durch letzteren können neue ETP-Anteile ausgegeben und über Euronext in das Portfolio des Investors übertragen werden. Zu keinem Zeitpunkt berührt CoinShares Kryptos, das ist nicht unser Geschäft", betont er.

Auf gut Deutsch: Wenn CoinShares in Konkurs geht, riskieren die Investoren nichts.

Mit mehr als 7 Millionen Kunden (darunter allein 1,5 Millionen im Jahr 2024) und 17 Jahren Führungsposition bei Bankgebühren hat BoursoBank ein großes Gewicht in der Online-Banking-Landschaft. Die Entscheidung, Krypto-ETPs in das Börsenangebot aufzunehmen, spiegelt einen klaren Wandel wider: Digitale Vermögenswerte sind nicht mehr das Vorrecht von Spezialplattformen oder technophilen Profilen.

>> Bericht - Krypto-Investitionsangebote: Europäische institutionelle Investoren bereit zum Abheben

Grégory Raymond

Grégory Raymond ist Forschungsleiter und Mitgründer von The Big Whale. Als Spezialist an der Schnittstelle zwischen traditionellem Finanzwesen und digitalen Assets beobachtet er seit 2017 die regulatorischen, institutionellen und technologischen Entwicklungen der Branche — für ein Publikum aus Entscheidungsträgern bei Banken, Asset Managern und Fintechs. Er ist außerdem Autor von Bitcoin & Cryptos: L'enjeu du siècle (Talent Éditions, 2025), einem Buch, das auf Gesprächen mit zentralen Akteuren des Ökosystems basiert.

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