Vertrauen in KI schaffen dank Web3
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TRIBUNE. Für Gilles Fedak, CEO und Mitbegründer von iExec, werden Blockchain-Technologien die bestmögliche Nutzung von künstlicher Intelligenz ermöglichen.

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Künstliche Intelligenz scheint nun eine unausweichliche Kraft zu sein, die bereits fest etabliert ist. Laut McKinsey sind 79 % der weltweiten Arbeitskräfte bereits mindestens einmal mit generativer KI in Berührung gekommen, und Hostinger stellt fest, dass mehr als 40 % der Unternehmen nach der Automatisierung ihrer Aktivitäten durch KI positive Auswirkungen verzeichnen.

Hinter diesem kometenhaften Aufstieg der KI verbirgt sich jedoch ein Graubereich: Die Modelle sind wahre Black Boxes, deren Funktionsweise nur ihren Schöpfern bekannt ist.

Kein Vertrauen in Opazität

Die Rationalität und Erklärbarkeit der Ergebnisse gehören zu den Hauptanliegen im Zusammenhang mit der Nutzung von künstlicher Intelligenz. Ist das verwendete Modell relevant? Sind die Daten, die zur Schulung der KI verwendet werden, wirklich repräsentativ? Welche potenziellen Verzerrungen gibt es?

Es ist schwierig, Vertrauen zu haben, wenn die Mechanismen eines KI-Modells geheim bleiben, insbesondere in diesem Zeitalter der Transparenz. Wenn eine KI eine spezifische medizinische Diagnose vorschlägt, wie können Gesundheitsfachkräfte deren Relevanz beurteilen, ohne die zugrunde liegende Logik des Modells zu verstehen?

Ebenfalls zu berücksichtigen sind die Filterebenen, die von Unternehmen verwendet werden, um KI-Antworten zu regulieren. Diese Überlagerungen spiegeln tatsächlich die Entscheidungen und Ausrichtungen des Unternehmens wider und können eine Reihe von kulturellen und politischen Verzerrungen erzeugen.

Schließlich bleibt die Sicherheit ein zentrales Thema. Wie werden die von Nutzern von KI-Software eingegebenen Informationen verwendet? Sind die Daten, die zur Schulung der Modelle verwendet werden, gegen das Risiko von Lecks oder böswilliger Nutzung geschützt?

Die Web3-Lösung

Angesichts dieses Vertrauensproblems und der Fallstricke der Zentralisierung von KI-Modellen zeichnet sich eine Lösung ab: die Nutzung des Web3-Ansatzes, um diese Modelle auf transparente, dezentralisierte und verteilte Weise zu entwickeln.

Dies kann durch den Einsatz zweier Technologien ermöglicht werden. Einerseits Blockchain, um Datenbesitz, Herkunft und Governance sicherzustellen. Andererseits Confidential Computing, das die Vertraulichkeit von Daten und Modellen schützt.

Eine Web3-Lösung, die diese beiden technologischen Umwälzungen kombiniert, wie sie von iExec angeboten wird, ist ideal, um die Art und Weise, wie KI entworfen und genutzt wird, zu transformieren.

Wenn KI-Modelle transparent sind, ist jeder Aspekt ihrer Funktionsweise - von den zur Schulung verwendeten Daten bis zu den Algorithmen hinter ihren Entscheidungen - für alle zugänglich und überprüfbar.

Mit dezentraler Macht können Nutzer, Forscher und sogar die Öffentlichkeit mitbestimmen, wie Daten verwendet und Modelle erstellt werden, wodurch verhindert wird, dass die Entscheidung in den Händen weniger Auserwählter liegt.

Schließlich ermöglicht ein verteiltes System eine größere Sicherheit und Unveränderlichkeit von Daten und Modellen. Anstatt einen einzigen Schwachpunkt zu haben, bietet ein verteiltes System mehrere Schutzschichten, die Daten und Modelle vor betrügerischer Modifikation oder Veränderung schützen.

Dieses System, das sowohl robust gegen Korruptionsversuche als auch ausreichend verteilt ist, um für alle zugänglich zu sein, während es eine verständliche und transparente Logik aufweist, ist tief mit den Interessen seiner Nutzer abgestimmt: Es liefert die besten Ergebnisse mit vollem Wissen über potenzielle Verzerrungen und gewährleistet gleichzeitig die Vertraulichkeit der Austauschvorgänge.

Die von Web3 unterstützte KI könnte somit einen bedeutenden Durchbruch darstellen und den Weg für eine künstliche Intelligenz ebnen, die zugleich transparent, ethisch und mit den Interessen der Gesellschaft im Einklang steht.

Gilles Fedak

Gilles Fedak ist CEO and Co-Founder von iExec, einer Blockchain-basierten dezentralisierten Cloud-Computing-Plattform auf Ethereum, die er im Oktober 2016 gemeinsam mit Haiwu He mitgründete. iExec fungiert als Marktplatz für Rechenressourcen und ermöglicht es Nutzern, Anwendungen, Datensätze und Rechenleistung über ein dezentrales Netzwerk zu monetarisieren. Gleichzeitig können Entwickler web3-Anwendungen mit End-to-End-Verschlüsselung erstellen, um Dateneigentum und Vertraulichkeit zu wahren. Fedak ist zudem Mitglied des Board of Directors von WiSEED, einer europäischen Crowdfunding-Plattform, eine Funktion, die er seit Juni 2018 innehat. Seit April 2021 ist er ausserdem Deputy Director des Redchain Lab, eines gemeinsamen Forschungslabors mit Schwerpunkt auf Skalierbarkeit und Datenschutz in dezentralisierten Marktplätzen, das in Partnerschaft mit dem LIRIS lab am INSA/CNRS/University of Lyon geschaffen und von der ANR finanziert wurde.

Vor der Mitgründung von iExec war Fedak von September 2004 bis Oktober 2017 als Research Scientist bei INRIA am LIP/ENS-Lyon tätig, wo er das iExec-Projekt initiierte. Seine Forschung konzentrierte sich auf paralleles und verteiltes Rechnen, insbesondere auf den Einsatz grosser, lose gekoppelter verteilter Recheninfrastrukturen zur Unterstützung rechenintensiver und datenintensiver wissenschaftlicher Anwendungen. Er war Co-Autor von rund 90 wissenschaftlichen Publikationen, von denen zwei mit Best Paper Awards ausgezeichnet wurden, und gab 2012 gemeinsam mit C. Cérin das Desktop Grid Computing Book heraus. 2015 erhielt er den PIFI Award der Chinese Academy of Sciences. Von Januar 2020 bis Mai 2021 war er zudem Gründungsmitglied von Adan, dem französischen Berufsverband für Akteure der Digital-Asset-Branche. Fedak hat einen Master-Abschluss in Informatik von der Paris-Sud University (Paris XI), den er 1999 erwarb, sowie einen Ph.D. in Informatik derselben Institution, den er 2003 abschloss. Anschliessend absolvierte er von 2003 bis 2004 ein Postdoctoral Fellowship an der University of California, San Diego.

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