Wird das Abenteuer alle seine Versprechen gehalten haben? Nach mehreren Jahren Betrieb hat sich der französische Energieriese Engie entschieden, Rockside zu verkaufen, eine seiner Blockchain-Aktivitäten.
2018 gestartet, ist Rockside ein System, das es ermöglicht, die Verwaltung Ihrer Wallets und Nodes auf jeder Art von Blockchain, EVM (Ethereum Virtual Machine) oder privat, zu behalten.
Bis heute läuft Rockside bereits auf Archipels, einer Konsortium-Blockchain, die unter anderem von Engie, EDF, Caisse des Dépôts und La Poste geteilt wird.
Wenn Engie an Blockchain interessiert ist, dann hauptsächlich aus Gründen der Datenübertragung und Zahlungsabwicklung. Solche Operationen werden bereits innerhalb von Archipels mit einer täglichen Rate von etwa 200.000 Rechnungen weitgehend abgewickelt.
"Engie ist seit 2016 konkret in Blockchain involviert, bleibt aber in diesem Thema recht diskret. Die Personen, die bei Engie an diesem Thema arbeiten, sind recht pragmatisch und haben keine feste Position in der öffentlichen/privaten Blockchain-Debatte. Tatsächlich ist Rockside mit EVM kompatibel", sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Bedeutet dieser Verkauf, dass sich der Konzern von Blockchain-Themen zurückzieht? "Es ist eher eine Form der Delegation", erklärt eine Engie-nahe Quelle. "Die Idee für sie ist, sich auf ihr Kerngeschäft, nämlich Energie, zu konzentrieren und sich so weit wie möglich nicht zu verzetteln", fügt diese Quelle hinzu.
Auch nach unseren Informationen ist es das Start-up FeverTokens, das sich auf die Gestaltung und Sicherung von Smart Contracts spezialisiert hat, das möglicherweise Rockside übernehmen könnte.
Mit Sitz in Paris hat FeverTokens laut unseren Informationen gerade eine exklusive Übernahmeoption unterzeichnet. "Für große Industriegruppen sind Lösungen wie Rockside, die es ihnen ermöglichen, die Kontrolle über die Verwaltung von Nodes und Wallets zu behalten, unerlässlich, wenn sie auf einer Blockchain operieren wollen, ohne von einem Drittanbieter abhängig zu sein", erklärt Zakaryae Boudi, CEO von FeverTokens.
Neben seinem Engagement in der Arbeit an Blockchain, die vom Bankennachrichtendienst Swift durchgeführt wird (lesen Sie unseren Artikel), arbeitet FeverTokens auch mit mehreren französischen Banken an ähnlichen Experimenten und befindet sich derzeit in Gesprächen mit mehreren US-amerikanischen Finanzinstituten.







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