Ethereum: Was das Dencun-Update verändern wird
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Die Ethereum-Blockchain steht vor einem grundlegenden Update, das die Kosten ihrer Layer 2s erheblich senken wird.

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Dies war eine der am sehnlichsten erwarteten Entwicklungen seit "The Merge", dem Ethereum-Update vom September 2022, das den Konsensmechanismus vom energieintensiven Proof-of-Work auf den wesentlich weniger energieintensiven Proof-of-Stake umstellte.

Unter dem Namen "Dencun" und geplant für den 13. März, wird dieser Hardfork es den verschiedenen Layer 2 (sekundäre Schichten, die die Haupt-Blockchain entlasten) ermöglichen, deutlich niedrigere Transaktionsgebühren anzubieten. Diese lagen manchmal bei bis zu einem Dollar, während von Wettbewerbern außerhalb des Ethereum-Ökosystems (insbesondere Solana) deutlich bessere Leistungen erzielt werden konnten.

Der Hauptvorschlag wird durch EIP-4844, auch bekannt als "Protodanksharding", verkörpert. Diese Funktion wird eine neue Art von Transaktionsklasse einführen, die die Kosten für die Veröffentlichung von Transaktionsdaten auf Rollups durch die Einführung von Daten-"Blobs" senken wird. Diese Blobs sind ein separater Bereich in einer Transaktion, in dem Netzwerke Daten vorübergehend speichern können. Entwickler verwenden manchmal das Bild eines "Beiwagens", da er keinen Platz im Hauptfahrzeug (d. h. Ethereum) einnimmt.

Starkware, das Start-up hinter Layer 2 Starknet, schätzt, dass die Kosten um das Zehnfache gesenkt werden. Auf der Seite von Base, dem konkurrierenden Projekt, das von der amerikanischen Handelsplattform Coinbase entwickelt wurde, sollen die Transaktionskosten um bis zu 95 % sinken.

Es ist zu beachten, dass diese Prognosen auf der Grundlage der aktuellen Nutzungsebenen berechnet werden. Wenn Projekte mehr Transaktionen anziehen, werden die Kosten mechanisch steigen. Aber das ist alles gut für das Ethereum-Ökosystem.

Für Benutzer und Ether (ETH)-Inhaber ist keine spezifische Aktion zur Vorbereitung auf dieses Update erforderlich. Knotenbetreiber und Validatoren sollten jedoch sicherstellen, dass sie ihre Software auf die empfohlenen Versionen aktualisieren, um mit Dencun kompatibel zu sein.

Grégory Raymond

Grégory Raymond ist Forschungsleiter und Mitgründer von The Big Whale. Als Spezialist an der Schnittstelle zwischen traditionellem Finanzwesen und digitalen Assets beobachtet er seit 2017 die regulatorischen, institutionellen und technologischen Entwicklungen der Branche — für ein Publikum aus Entscheidungsträgern bei Banken, Asset Managern und Fintechs. Er ist außerdem Autor von Bitcoin & Cryptos: L'enjeu du siècle (Talent Éditions, 2025), einem Buch, das auf Gesprächen mit zentralen Akteuren des Ökosystems basiert.

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