EXKLUSIV. Großbritannien öffnet Krypto-ETNs für Privatanleger

06.06.2025
EXKLUSIV. Großbritannien öffnet Krypto-ETNs für Privatanleger
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Die britische Regulierungsbehörde bereitet sich darauf vor, das Verbot von Krypto-ETNs für Privatanleger aufzuheben, das seit 2020 in Kraft ist. Eine Entscheidung, die Großbritannien im Rennen um digitale Vermögenswerte neu positionieren könnte.

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Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) bereitet sich darauf vor, ein Verbot aufzuheben, das seit mehr als vier Jahren über kryptowährungsgebundenen Börsenprodukten schwebt: Laut unseren Informationen werden Privatanleger bald wieder Zugang zu ETNs (Exchange Traded Notes) haben, Finanzprodukte, die ETFs ähneln, jedoch durch Indizes wie Bitcoin und Ether abgesichert sind.

Die Entscheidung, obwohl noch inoffiziell, wird voraussichtlich in Kürze bekannt gegeben. Sie würde eine bedeutende Kehrtwende gegenüber der Linie von 2020 markieren, als die FCA diese Produkte aus Gründen des Anlegerschutzes für die breite Öffentlichkeit verbot und sie als "ungeeignet aufgrund ihrer Volatilität und Komplexität" einstufte.

Seitdem hat sich die Landschaft erheblich verändert.

Einerseits hat sich der globale Krypto-ETF-Markt mit dem Eintritt von Giganten wie BlackRock und Franklin Templeton, deren Produkte in den USA und Europa gut aufgenommen wurden, stärker strukturiert. Andererseits wächst die Nachfrage nach regulierten Kryptowährungs-Expositionsvehikeln sowohl bei professionellen als auch bei privaten Anlegern weiter.

Eine Entscheidung, getrieben von europäischen und US-amerikanischen Dynamiken

Der Druck kam insbesondere aus dem Ausland. In Kontinentaleuropa sind ETNs bereits der breiten Öffentlichkeit zugänglich, insbesondere in Frankreich und Deutschland.

Solche Institutionen wie BoursoBank haben sogar Partnerschaften mit CoinShares oder BlackRock geschlossen, um diese Produkte ihren Kunden anzubieten. Diese Diskrepanz in den Regulierungsregimen hat dazu beigetragen, das Vereinigte Königreich vom restlichen europäischen Markt zu isolieren.

"Dies ist eine sehr gute Nachricht für den britischen Markt, der hinterherhinkte", sagt ein in London ansässiger ETN-Emittent gegenüber The Big Whale. Diese Meinung wird von CoinShares, einem der führenden Akteure der Branche, geteilt.

"Wir freuen uns darauf, wieder mit institutionellen Investoren und etablierten Handelsplattformen in Kontakt zu treten, die endlich wieder Zugang zu unseren Anlagelösungen haben", sagt Benoît Pellevoizin, Marketingdirektor von CoinShares.

>> The Big Whale Report - Krypto-Investitionsangebote: Europäische Institutionen bereit zum Abheben

Raphaël Bloch

Raphaël Bloch ist CEO und co-founder von The Big Whale, einer unabhängigen Market-Intelligence-Plattform für digitale Assets, die Finanzmarktteilnehmer über redaktionelle Berichterstattung, Research, ein wöchentliches Briefing und Präsenzveranstaltungen bedient. Er co-foundete The Big Whale im April 2022. Auf der Plattform moderiert und veranstaltet er institutionelle Events, die Banken, Asset Manager, Custodians und Infrastrukturanbieter zu Themen wie staking, on-chain yield, stablecoins, DeFi lending und tokenisation zusammenbringen. Er hat Panels bei Veranstaltungen moderiert, die in Partnerschaft mit Bitwise, Everstake, Gemini, Morpho, Hexarq, Coinhouse, Delubac, Franklin Templeton und der Ethereum Foundation organisiert wurden und zwischen Ende 2025 und Mitte 2026 in London und Paris stattfanden.

Vor der Gründung von The Big Whale arbeitete Bloch von Dezember 2016 bis März 2020 als Reporter bei Les Echos und anschliessend von März 2020 bis März 2022 bei L'Express. Zuvor war er auch bei Reuters tätig. Seit September 2022 hat er parallel eine Position als Business Analyst bei BFM Business inne. Seit 2016 ist er im Krypto-Journalismus aktiv. Er hat Abschlüsse von emlyon und dem CFJ.

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