Der Council of Economic Advisers (CEA), ein Gremium aus drei prominenten Ökonomen, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten beraten, veröffentlichte eine Studie am 8. April, was die Haltung der amerikanischen Bankenlobby zu den Stablecoin-Renditen ernsthaft untergräbt.
Da die Abstimmung im Senatsausschuss über den CLARITY Act für den 13. April geplant ist, ist der Zeitpunkt alles andere als zufällig.
Worüber sprechen wir?
In den Vereinigten Staaten schreibt der GENIUS Act (unterzeichnet im Juli 2025) eine vollständige Reservedeckung von 1:1 vor, verbietet es Emittenten jedoch, Renditen direkt an die Inhaber auszuzahlen.
Allerdings hindert das Gesetz Vermittler — wie Coinbase mit seinen „USDC Rewards“ — nicht daran, dies durch Vereinbarungen zur Umsatzbeteiligung mit Emittenten zu tun.
Einige Versionen des CLARITY Act zielen darauf ab, diese Lücke zu schließen. Banken argumentieren, dass renditetragende Stablecoins ihre Einlagen erschöpfen und die Kreditvergabe schwächen würden.
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Die CEA zerreißt dieses Argument
Kurz gesagt, die Banken behaupten, wenn Stablecoins Rendite abwerfen, würden Sparer ihr Geld abziehen, was die Kreditvergabe der Banken einschränkt.
Die CEA hat dieses Szenario modelliert, und das Urteil ist vernichtend: Ein Verbot von Renditen würde den Banken nur zusätzliche Kredite in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar einbringen — ein Rundungsfehler auf einem Kreditmarkt von 12,1 Billionen US-Dollar. In der Zwischenzeit würden die Verbraucher jährlich 800 Millionen Dollar an Einkommen verlieren.
Anders ausgedrückt: Für jeden Dollar an Krediten, den die Banken erhalten, verlieren die Verbraucher 6,60$.
Und für Gemeinschaftsbanken — genau die Institutionen, die das Gesetz angeblich schützen soll — wäre der Vorteil vernachlässigbar: 500 Millionen $ oder 0,026% ihrer Kreditportfolios.
Die CEA hat das Modell sogar unter Worst-Case-Annahmen einem Stresstest unterzogen — ein sechsmal größerer Stablecoin-Markt, vollständig eingefrorene Reserven, eine Änderung der Geldpolitik der Fed — und die Auswirkungen auf die Kreditvergabe waren immer noch begrenzt.
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Warum es wichtig ist
Hinter der technischen Debatte steht wirklich strategischer Natur auf dem Spiel. Wenn Stablecoins Renditen bieten können, werden sie zu einem direkten Konkurrenten von Geldmarktfonds und Sparkonten — einem auf Dollar lautenden Instrument, das rund um die Uhr abgewickelt wird und durch Schatzanweisungen abgesichert ist. Wenn sie das nicht können, bleiben sie kaum mehr als Zahlungsmarken.
Die CEA weist auch darauf hin, dass 88% der USDC-Reserven in T-Bills und Repos (nicht in Bankeinlagen) investiert werden und daher über Händlerbanken wieder in das Bankensystem fließen.
Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit sind marginal.
Unabhängig davon genehmigte die FDIC am 7. April einen 190-seitigen Regulierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten im Rahmen des GENIUS-Gesetzes, der den Weg für FDIC-versicherte Banken ebnete, Stablecoins selbst über Tochtergesellschaften auszugeben.
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Der politische Hintergrund ist nicht gerade neutral
Donald Trump und seine Familie sind mit World Liberty Financial (WLFI) verbunden, dem Emittenten von USD1 — einem renditetragenden Stablecoin.
Eine mit Trump verbundene LLC hält rund 38% an WLFI, das Einnahmen aus den Zinsen erzielt, die aus seinen Reserven generiert werden.
Mehrere Senatoren, darunter Elizabeth Warren, haben auf einen ihrer Ansicht nach direkten Interessenkonflikt zwischen der renditefördernden Position der Regierung und den privaten finanziellen Interessen des Präsidenten hingewiesen.
Die Sicht des Großen Wals
Die CEA-Studie gibt Senatoren, die gegen ein Verbot von Renditen stimmen wollen, politischen Schutz.
Die Botschaft des Weißen Hauses könnte nicht klarer sein: Renditetragende Stablecoins bedrohen das Finanzsystem nicht — sie stärken die Nachfrage nach US-Schulden.
Die Abstimmung im Ausschuss am 13. April wird entscheidend sein.
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