Das Modell von Strategy knackt unter dem Gewicht seiner eigenen Dividenden

Das Modell von Strategy knackt unter dem Gewicht seiner eigenen Dividenden
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Angesichts einer jährlichen Rechnung von 1,5 Milliarden Dollar hat Michael Saylors Unternehmen möglicherweise keine andere Wahl, als einen Teil seiner Bitcoins zu verkaufen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen — was in direktem Widerspruch zu seiner Gründungsdoktrin steht.

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Strategy (ehemals MicroStrategy) hat die Aktionäre immer gewarnt: Wenn es hart auf hart kommt, muss das Unternehmen möglicherweise einen Teil seiner Bitcoins verkaufen, um finanzielle Verpflichtungen zu decken. Bis jetzt fühlte sich dieses Szenario in weiter Ferne an. Nicht mehr.

Michael Saylor, der Vorstandsvorsitzende der Gruppe, räumte am 5. Mai ein, dass die Zahlung von Dividenden auf die STRC-Vorzugsaktien — die eine feste jährliche Rendite von 11,5% aufweisen — ein sorgfältiges Liquiditätsmanagement erfordern würde.

Das Eingeständnis hat zusätzliches Gewicht, wenn man bedenkt, dass Saylor die gesamte Identität von MicroStrategy auf einer einzigen, unerbittlich wiederholten Überzeugung aufgebaut hat: Bitcoin kaufen, niemals verkaufen, die Zeit die Arbeit machen lassen. Heute setzt sich die Realität der Rechnungslegung wieder durch. Priorität hat der Schuldendienst — auch wenn das bedeutet, die Doktrin stillschweigend ad acta zu legen.

STRC: Ein Produkt, das funktioniert hat Zu Nun

Der STRC ist der größte Spendenerfolg von Strategy: 8,5 Milliarden US-Dollar wurden gesammelt, fast alles davon wurde in Bitcoin investiert. Die Formel war einfach — eine monatliche Dividende von 11,5%, und es laufen Diskussionen über den Übergang zu zweimal monatlichen Auszahlungen. Für renditehungrige Anleger war es schwer, ihr zu widerstehen.

Das Problem ist, dass der Erfolg das Unternehmen jetzt erstickt.

Allein STRC benötigt rund 978 Millionen US-Dollar pro Jahr — etwa 81,5 Millionen US-Dollar pro Monat. Rechnet man die anderen Verpflichtungen hinzu (zusätzliche Serie von Vorzugsaktien, Zinsen auf Wandelanleihen und ein Geschäft mit veralteter Software, das keinen Gewinn erzielt), beläuft sich die Gesamtrechnung auf 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr.

Auf der anderen Seite des Hauptbuches belaufen sich die Barreserven auf 2,2 Milliarden US-Dollar. Die Marge ist dünn.

Die Folgen sind bereits sichtbar: Die Bitcoin-Käufe verlangsamen sich und damit auch das Wachstum von Bitcoin pro Aktie — oder BTC-Rendite. Diese Kennzahl war eine der Hauptgründe für die erhöhte Bewertung der Aktie.

Eine weitere Frist steht bevor: Im September 2027 können Inhaber von Wandelanleihen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar die Rückzahlung zum Nennwert verlangen.

Angesichts eines Kerngeschäfts, das Geld verliert, und einem massiven Engagement in einem der volatilsten Vermögenswerte, die es gibt, wird jede finanzielle Entscheidung nun einer intensiven Prüfung unterzogen. Der Spielplan, neue Schulden aufzunehmen, um alte Schulden abzuzahlen, hat immer weniger Spielraum.

>> Strategie: Michael Saylors Worst-Case-Szenario

Was das für institutionelle Anleger bedeutet

Für große Finanzinstitute bietet die Episode eine klare Lektion. Hochverzinsliche Produkte, die durch digitale Vermögenswerte abgesichert sind, erzeugen eine Cashflow-Dynamik, die nicht genau in die traditionellen festverzinslichen Rahmenbedingungen passt.

Monatliche Dividendenzahlungen, die effektiv an den Bitcoin-Kurs gebunden sind, haben einen perversen Effekt: Der Liquiditätsbedarf steigt genau dann, wenn die Märkte fallen.

Die Aufsichtsbehörden achten genauer darauf. Gespräche über den aufsichtsrechtlichen Umgang mit diesen Instrumenten sind bereits im Gange — darüber, welche Abschläge anzuwenden sind und wie die Gesamtverschuldung bewertet werden kann.

Die Sicht des Großen Wals

Nichts davon ist überraschend. Finanzinstrumente für digitale Vermögenswerte generieren aus eigener Kraft selten genug Umsatz. Sie funktionieren eher als fremdfinanzierte Maschinen zum Geschichtenerzählen als als echte Bilanzmanagement-Tools.

Die Prämie, die der Markt der Aktie von Strategy gegenüber dem tatsächlichen Wert ihrer Bitcoin-Bestände gewährt hatte, könnte sich leicht umkehren. Dies könnte zu einem Solvenzproblem werden — insbesondere, wenn die Rückzahlungsfristen näher rücken.

Die Rendite von 11,5% sollte weiterhin Kapital anziehen, solange sie über dem Angebot vergleichbarer Produkte liegt. Diese Rendite wird jedoch durch den Verkauf von Bitcoin für Dollar finanziert, was das genaue Gegenteil des ursprünglichen Versprechens ist.

>> Bericht der Bitcoin-Finanzunternehmen: Ein Geschäftsmodell wie kein anderes

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Aleksandar Bukovski

Aleksandar Bukovski ist Lead Analyst bei The Big Whale, wo er auf decentralized finance und crypto-assets spezialisiert ist. Seine bei The Big Whale veröffentlichten Arbeiten behandeln unter anderem stablecoins, tokenized finance, DeFi protocols, Bitcoin mining und die institutionelle Adoption von digital assets. Zudem moderiert er den Market Call, ein wiederkehrendes Marktanalyseformat von The Big Whale.

Vor seinem Wechsel zu The Big Whale im Februar 2025 war Bukovski fünf Monate lang als Research Analyst bei The Block tätig, einem auf crypto fokussierten Informationsdienstleister, wo sein erklärter Schwerpunkt auf tokenization lag. Er verfügt über einen Ingenieurabschluss in Finance and Financial Management Services sowie einen Masterabschluss in Investment Management, beide von der Faculty of Technical Sciences der University of Novi Sad in Serbien.

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