Warum Peter Thiel EthZilla verlassen hat
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Angesichts der steigenden Verschuldung gerät das Geschäftsmodell von DATs ins Stocken. Der abrupte Rückzug von Peter Thiel bestätigt, dass einige dieser Akteure dringend umkehren müssen.

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Das letzte Quartal ließ keinen Raum für Unklarheiten: Die Marktstimmung gegenüber digitalen Vermögenswerten ist nach wie vor schwach. Am heftigsten ist der Sturm jedoch bei Digital Asset Treasuries (DATs). Während Strategien zur Akkumulation von Bitcoins immer noch auf Widerstand stoßen, sind die Marktbewertungen dieser Akteure nach wie vor stark gesunken.

Was ist schuld? Die enttäuschende Wertentwicklung der Basiswerte, vor allem aber die Fragilität der Geschäftsmodelle, die, abgesehen von Kreditprodukten im Zusammenhang mit BTC, Schwierigkeiten haben, ihre organische Rentabilität unter Beweis zu stellen.

Der Fall EthZilla: Autopsie einer Ernüchterung

Das DAT-Segment, das Ethereum ausgesetzt ist, befindet sich in einer noch ausgeprägteren Phase der Depression. Das Symbol für diesen Einbruch ist der vollständige Rückzug von Peter Thiel und seinem Founders Fund aus der Hauptstadt von EthZilla.

Zur Erinnerung: Der Founders Fund hatte im vergangenen August einen Anteil von 7,5% angehäuft, was die Aktie auf ein damaliges Hoch von 174 USD trieb. Seitdem ist das Vertrauen verflogen. Als sich die Anleger zunehmend der mit diesen Strukturen verbundenen Risiken bewusst wurden, brach der Aktienkurs um fast 98% ein.

Einst hielt ETHZilla 102.000 ETH (sein Allzeithoch) und musste seine Position reduzieren. Das Unternehmen hat einen erheblichen Teil seiner Anteile verkauft, um seine Aktie auf 69.000 ETH (ein Rückgang von 32%) zu reduzieren, um ein Aktienrückkaufprogramm zu finanzieren und die zunehmend belastenden Wandelanleihen zurückzuzahlen.

Die Leistungssackgasse angesichts der Verwässerung

Das Problem ist strukturell. Obwohl EthZilla durch Staking einen Cashflow generiert, reicht die erzielte Rendite nicht aus, um die für den Schuldendienst erforderliche Verwässerung auszugleichen. Die Schlussfolgerung ist mathematisch: Das Unternehmen erwirtschaftet nicht genug Nettogewinn, um die beiden Säulen des DAT-Modells voranzutreiben: den Anstieg der ETH pro Aktie und die Rückzahlung der Gläubiger.

Warum geht Peter Thiel jetzt? Alles deutet darauf hin, dass die Wette auf die Dauerhaftigkeit des „Hypes“ um diese Fahrzeuge verloren geht. Noch überraschender ist, dass EthZilla nun versucht, sich der Tokenisierung von Sachwerten (RWAs) zuzuwenden — Hypotheken, Autokredite und sogar Flugzeugtriebwerke. Vorerst weigert sich der Markt, diesen Schritt zu akzeptieren. Dieser massive Rückzug von Smart Money bestätigt das Ende eines Zyklus und unterstreicht eine Überlebensstrategie, aus der nur wenige Akteure unversehrt hervorgehen werden.

Die Meinung des Großen Wals

Der DAT-Markt ist strukturell vom Preis der zugrunde liegenden Vermögenswerte abhängig. Ohne Geschäftsbereiche, die in der Lage sind, außerhalb der Emission von Schuldtiteln einen Cashflow zu generieren, werden diese Strukturen zu Ankern, sobald die euphorische Phase abgeklungen ist.

Im Falle eines anhaltenden Bärenmarktes würde das Thema Schuldenrefinanzierung in den Mittelpunkt rücken. Da Aktien deutlich unter ihrem Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden, bleibt diesen Unternehmen nur noch eine Option: Sie verkaufen ihre Token, um die Zinsen zu zahlen. Das ist das Ende des positiven „Schwungrades“: Das Schwungrad hat sich umgekehrt, wodurch aus einem Wachstumsbeschleuniger ein erzwungener Liquidationsmechanismus wurde.

>> Bericht - Digital Assets Treasuries (DATs): eine gute Wette, wirklich?

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Aleksandar Bukovski

Aleksandar Bukovski ist Lead Analyst bei The Big Whale, wo er auf decentralized finance und crypto-assets spezialisiert ist. Seine bei The Big Whale veröffentlichten Arbeiten behandeln unter anderem stablecoins, tokenized finance, DeFi protocols, Bitcoin mining und die institutionelle Adoption von digital assets. Zudem moderiert er den Market Call, ein wiederkehrendes Marktanalyseformat von The Big Whale.

Vor seinem Wechsel zu The Big Whale im Februar 2025 war Bukovski fünf Monate lang als Research Analyst bei The Block tätig, einem auf crypto fokussierten Informationsdienstleister, wo sein erklärter Schwerpunkt auf tokenization lag. Er verfügt über einen Ingenieurabschluss in Finance and Financial Management Services sowie einen Masterabschluss in Investment Management, beide von der Faculty of Technical Sciences der University of Novi Sad in Serbien.

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