Warum der SpaceX-Börsengang auf Hyperliquid mit Spannung erwartet wird

Warum der SpaceX-Börsengang auf Hyperliquid mit Spannung erwartet wird
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Hyperliquid erhält eine beispiellose Anerkennung: Der Chef der New York Stock Exchange hält das Projekt für äußerst beobachtenswert. Das Ziel am Horizont: der Börsengang von SpaceX.

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Jeff Sprecher hat diese Woche eine bemerkenswerte Aussage gemacht. Der Gründer und CEO von Intercontinental Exchange und damit der Chef der NYSE erklärte öffentlich, Hyperliquid sei „größer als NASDAQ“ – obwohl es sich um eine Plattform handelt, die von lediglich „11 Personen“ betrieben wird. Es dürfte die aufrichtigste Aussage sein, die ein Führungsverantwortlicher aus dem traditionellen Finanzwesen je über den tatsächlichen Wettbewerb mit dezentraler Infrastruktur getroffen hat.

Sie fällt in einen Moment, in dem Hyperliquid seine bisher ehrgeizigste Bewährungsprobe durchläuft: die Preisfindung für SpaceX vor dem Börsengang. Am 17. Mai lancierte Trade.xyz über das HIP-3-Framework den synthetischen Perp SPCX-USDC.

Der Eröffnungskurs lag bei 150 Dollar, der Höchststand überstieg 216 Dollar – was einer implizierten Bewertung von mehr als 2,5 Billionen Dollar entspricht – bei erheblichen Volumina in den ersten 24 Stunden. SpaceX strebt eine Nasdaq-Notierung um den 12. Juni 2026 an, bei einer Bewertung zwischen 1,75 und 2 Billionen Dollar. Der größte Börsengang in der Geschichte.

Warum zieht SpaceX auf Hyperliquid so viel Aufmerksamkeit auf sich?

Die Erklärung ist recht einfach. Privatanleger sind durch Akkreditierungsvorschriften nahezu vollständig von Pre-IPO-Deals ausgeschlossen. Hyperliquid hingegen bietet Zugang ohne KYC, ohne Warteliste und mit Hebelwirkung – über synthetische Perps. Das Ergebnis: Trader, die vor dem 12. Juni eine Exponierung gegenüber SpaceX aufbauen wollen, haben kaum eine andere liquide Möglichkeit.

Es gibt auch einen konkreten Präzedenzfall. Der Perp auf den Halbleiterhersteller Cerebras (CBRS) schloss innerhalb von 3 % seines Nasdaq-Eröffnungskurses, während traditionelle Plattformen Spreads von rund 35 % verzeichneten.

Diese Art von Leistungsausweis schafft Reputation. Hyperliquid gilt inzwischen als zuverlässigerer Echtzeit-Barometer als traditionelle Privatmärkte für diese Art von Vermögenswerten.

Was steckt dahinter?

Es ist HIP-3: Entwickler staken 500.000 HYPE – rund 23 Millionen Dollar –, um erlaubnisfreie Perps zu lancieren. Trade.xyz und Ventuals haben dies für Cerebras und anschließend für SpaceX getan. Die dabei generierten Volumina speisen Rückkäufe und Burns des HYPE-Tokens und schaffen so eine direkte Verbindung zwischen Plattformaktivität und Token-Inhabern.

Auch das Wettbewerbsumfeld hat sich zu Gunsten von Hyperliquid verschoben. Tokenisierte Aktien auf PreStocks verloren rund 35 %, nachdem Anthropic und OpenAI SPV-basierte Transfers blockiert hatten. Die synthetischen Perps von Hyperliquid umgehen Wertpapierrechte vollständig: Sie sind derzeit der einzige tragfähige Kanal, um eine Exponierung gegenüber Pre-IPO-Vermögenswerten aufzubauen, ohne das Risiko einer regulatorischen Abschaltung in diesem spezifischen Punkt einzugehen.

Die Einschätzung von The Big Whale

Dennoch ist nicht alles ungetrübt. Der Flash Crash vom 28. Mai bei SPACEX-USDH – ein Einbruch von rund 45 % in 30 Minuten, ausgelöst durch einen Blockchain-Oracle-Fehler – liquidierte 1,51 Millionen Dollar.

Dies verdeutlicht zwei strukturelle Schwachstellen: Die Liquidität bleibt in diesen Märkten dünn, und die Abhängigkeit von Oracles schafft echte Ausfallpunkte. Jeff Spreckers Lob steht zudem in scharfem Kontrast zu den früheren Forderungen von ICE und CME nach einer stärkeren CFTC-Aufsicht.

Hyperliquid ist kein reines Krypto-Perps-DEX mehr. Die Plattform positioniert sich als Standardhandelsplatz für alle Vermögenswerte, die traditionelle Märkte nicht listen können oder wollen. Sollte SPCX die Präzision von CBRS replizieren, wird der Beweis im Billionen-Dollar-Maßstab erbracht sein.

Aleksandar Bukovski

Aleksandar Bukovski ist Lead Analyst bei The Big Whale, wo er auf decentralized finance und crypto-assets spezialisiert ist. Seine bei The Big Whale veröffentlichten Arbeiten behandeln unter anderem stablecoins, tokenized finance, DeFi protocols, Bitcoin mining und die institutionelle Adoption von digital assets. Zudem moderiert er den Market Call, ein wiederkehrendes Marktanalyseformat von The Big Whale.

Vor seinem Wechsel zu The Big Whale im Februar 2025 war Bukovski fünf Monate lang als Research Analyst bei The Block tätig, einem auf crypto fokussierten Informationsdienstleister, wo sein erklärter Schwerpunkt auf tokenization lag. Er verfügt über einen Ingenieurabschluss in Finance and Financial Management Services sowie einen Masterabschluss in Investment Management, beide von der Faculty of Technical Sciences der University of Novi Sad in Serbien.

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