Broker vs. Börsen: Die Unterschiede beim Investieren in Kryptowährungen verstehen

10.01.2024
Broker vs. Börsen: Die Unterschiede beim Investieren in Kryptowährungen verstehen
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Insgesamt haben Anleger die Wahl zwischen einem Broker und einer Börsenplattform, wenn sie ihren ersten Krypto-Kauf tätigen. Wir betrachten die Optionen, um Ihnen bei der Auswahl zu helfen.

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Binance, Coinhouse, Coinbase, Kraken, etc. Es gibt eine Vielzahl von Optionen für Investitionen in Kryptowährungen, aber es gibt zwei Hauptkategorien von Plattformen, die Investoren zur Verfügung stehen: Börsen und Broker. Welche Plattform am besten zu Ihren Bedürfnissen passt, hängt von Ihrer Nutzung ab.

Börsen (Binance, Kraken, etc.) sind Marktplätze, auf denen Käufer und Verkäufer aufeinandertreffen. Broker (Coinhouse, Bitpanda, etc.) hingegen sind keine echten Marktplätze. Sie sind Vermittler, die im Auftrag ihrer Kunden an die Börsen gehen. Dadurch ist ihre Funktionsweise viel einfacher (Kauf oder Verkauf) und Sie müssen nichts über den Handel wissen, um sie zu nutzen. Aber in einigen Fällen werden Broker auch für erfahrene Investoren interessanter sein.

Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, den für Ihr Profil am besten geeigneten Anbieter zu finden.

👉 Überprüfen Sie die Regulierung

Laut Oliver Yates, CEO von Aplo, einem auf Kryptowährungen für Institutionen spezialisierten Broker, ist es entscheidend, einen regulierten Anbieter in Frankreich zu wählen. "Es kann verlockend sein, sich ausländischen Anbietern zuzuwenden, die attraktive Gebühren bieten, aber im Falle einer Insolvenz kann die Rückgewinnung Ihrer Gelder zu einem echten Problem werden, wie der FTX-Skandal gezeigt hat," fügt er hinzu.

Bevorzugen Sie daher traditionelle Plattformen oder Broker, die von der Autorité des marchés financiers (AMF) zugelassen sind und Kryptowährungsdienste anbieten, oder solche, die als Anbieter digitaler Vermögenswerte (DASPs) registriert sind.

Dieser regulatorische Status, der 2019 eingeführt wurde, ist für jedes Unternehmen unerlässlich, das französischen Nutzern Dienstleistungen zum Austausch von Kryptowährungen, Kauf oder Verkauf gegen Euro oder zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte anbieten möchte. Stellen Sie also sicher, dass der von Ihnen gewählte Anbieter für den von Ihnen gewünschten Service autorisiert ist.

👉 Wenn Sie kein aktiver Trader sind, wählen Sie einen Broker

Wenn Ihr Ziel nicht der Handel, sondern vielmehr die einfache Exposition gegenüber Kryptos ist, ist es besser, einen Broker anstelle einer Börsenplattform zu wählen. Dazu gehören Coinhouse, Bitpanda, Meria sowie Investment-Apps wie Shares, eToro oder Trade Republic. Wir können auch Bitstack nennen, das Ihnen ermöglicht, sich nur Bitcoin auszusetzen.

Ein Broker erleichtert den Prozess, indem er als Vermittler für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen fungiert und Ihnen die direkte Verwaltung dieser Transaktionen erspart. Diese Einfachheit hat ihren Preis: Die Gebühren bei diesen Anbietern gehören in der Regel zu den höchsten auf dem Markt.

"Der Nutzer zahlt für Einfachheit, Sicherheit und vor allem Benutzerfreundlichkeit, was das Risiko von Fehlern reduziert, die zum Verlust ihrer Kryptowährungen führen können, ein häufiges Szenario für Neulinge in diesem Bereich," erklärt Oliver Yates.

Broker sind daher eine bevorzugte Option für Erstinvestoren, die sich zunächst nicht aktiv engagieren möchten.

Einige fortgeschrittene Investoren, die erhebliche Beträge investieren möchten, können jedoch auch Broker wählen, da sie in der Lage sein werden, einen Festpreis zu verhandeln, ohne dass sich der Kunde um die Liquidität der Plattform kümmern muss. Der Kauf oder Verkauf einer exotischen Krypto für eine Million Euro kann auf einer Börse riskant sein, aufgrund der Preisunterschiede im Orderbuch.

👉 Börsen für die Erfahrenen

Binance, Coinbase, OKX, Crypto(.)com, Bitstamp und das französische Paymium sind allesamt bekannte Börsenplattformen auf dem Markt. Sie ermöglichen es Ihnen, fortgeschrittenere Operationen durchzuführen, wie z.B. den automatischen Kauf oder Verkauf, wenn ein Preis erreicht wurde.

"Insgesamt bieten sie niedrigere Transaktionsgebühren als Broker. Andererseits muss ihre komplexere Funktionsweise genauer untersucht werden," erklärt Oliver Yates.

Regulierte Plattformen müssen Details zu ihren verschiedenen Börsengebühren, Krypto-zu-Krypto-Umrechnungsgebühren und auch dem "Spread" bereitstellen, ein Begriff, der sich auf die Differenz zwischen dem Kauf- und Erwerbspreis bezieht, der auf dem Markt existiert. Die Plattform wird dann eine Provision auf diesen Spread anwenden.

"Sie müssen auch die verfügbare Liquidität bei bestimmten Kryptos genau prüfen, die auf einigen Börsenplattformen gering sein kann, was sich auf die Gebühren auswirken kann, die die Plattform für Ihre Transaktion anwendet," warnt der CEO von Aplo.

Louis Tellier

Louis Tellier ist Lead Institutional Research bei Blockstories, wo er sich auf den Ausbau des institutionellen Angebots für digitale Assets konzentriert. Er kam im April 2025 zu Blockstories. Blockstories wurde 2022 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin, mit Präsenz in Frankreich und der Schweiz.

Vor seinem Wechsel zu Blockstories arbeitete Tellier von August 2023 bis Januar 2025 als Krypto-Journalist bei The Big Whale und berichtete über Krypto- und Blockchain-Themen. Davor war er von Mai 2022 bis Juli 2023 Journalist bei L'AGEFI, spezialisiert auf Kryptowährungen. Zuvor arbeitete er als Web- und Videojournalist bei BFM Business sowie als Videojournalist bei Le Figaro. Zudem lehrte er dreieinhalb Jahre Journalismus am IICP in Paris, mit Schwerpunkt auf Web-Videojournalismus. Tellier ist Absolvent von Sciences Po Grenoble und der University of Lille.

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