Circle: Höhepunkte der ausgezeichneten Ergebnisse im vierten Quartal

Circle: Höhepunkte der ausgezeichneten Ergebnisse im vierten Quartal
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Der Stablecoin-Emittent USDC hat besser als erwartete Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 gemeldet. Während das Wachstum der institutionellen Volumina das Geschäft antreibt, bleibt die langfristige Rentabilität von der Neuverhandlung seiner Vertriebsvereinbarungen abhängig.

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Circle erreichte diese Woche einen symbolischen Meilenstein bei seinem jüngsten Earnings Call. Das Unternehmen übertraf die Umsatzerwartungen im vierten Quartal um 2,8 % und erzielte einen Umsatz von 770 Millionen USD, 21 Millionen USD über dem Konsens.

Doch die größte Überraschung kam bei der Nettorentabilität: Der Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 0,43 USD und übertraf damit die Schätzungen von 0,16 USD. Der Markt reagierte sofort auf diese Zahlen und trieb die Aktie im Verlauf der Sitzung um 35,4 % nach oben.

Eine Beschleunigung getrieben durch EURC und institutionelle Kunden

Obwohl das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettoverlust endete (EPS von -0,44 USD), zeigte das letzte Quartal Anzeichen einer strukturellen Erholung. Drei Faktoren erklären diese Leistung:

  • Die Widerstandsfähigkeit der Reserven: Während der gesamte Stablecoin-Markt stagnierte, wuchs das USDC-Angebot im Jahresverlauf um 72 %, wobei die Transaktionsvolumina um 247 % explodierten.
  • Die europäische Offensive: EURC, Circles euro-denominierter Stablecoin, etabliert sich als Wachstumstreiber mit einem Anstieg von 284 % im Jahresvergleich. Er erobert nun fast 50 % des Marktanteils der Euro-Stablecoins.
  • Kostenkontrolle: Die Vergütungsgebühren sind gesunken und stabilisieren eine historisch hohe Kostenstruktur.

Circles Argument bleibt unverändert: Transparenz und regulatorische Compliance.

Diese Positionierung ermöglicht es USDC, Marktanteile gegenüber seinem Konkurrenten Tether (USDT) zu gewinnen, insbesondere bei Abwicklungsflüssen und On-Chain-Ertragsprodukten. Circles Zahlungsnetzwerk (CPN) verzeichnet nun ein annualisiertes Volumen von 5,7 Milliarden USD.

Die Analyse von The Big Whale

Das Bild ist jedoch nicht ohne dunkle Flecken. Während Circle es derzeit schafft, den Rückgang der Zinssätze durch eine massive Erhöhung der Einlagen auszugleichen, steht das Geschäftsmodell vor einem großen Engpass: dem Vertriebsabkommen mit Coinbase.

Heute gehen etwa 60 % der durch USDC generierten Einnahmen an Brian Armstrongs Plattform. Mit den für 2026 erwarteten Zinssenkungen wird diese Kostenbelastung zu einer schwer zu tragenden Bürde, um organisches Wachstum aufrechtzuerhalten.

Die Aktie bleibt auch weit unter ihren Allzeithochs (87 USD im Vergleich zu 298 USD im Juni 2025). Der Verkaufsdruck von Insidern nach dem Börsengang und weiterhin hohe Betriebskosten belasten die Bewertung.

Die Herausforderung für Jeremy Allaire, CEO von Circle, wird 2026 zweifach sein: das Coinbase-Abkommen erfolgreich zu drehen und vor allem seine Einnahmequellen zu diversifizieren.

Mit einer nahezu vollständigen Abhängigkeit von den Renditen von US-Staatsanleihen muss Circle beweisen, dass es in der Lage ist, eigenständig Wert zu schaffen, unabhängig von den Zyklen der Federal Reserve.

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People in the article
Aleksandar Bukovski

Aleksandar Bukovski ist Lead Analyst bei The Big Whale, wo er auf decentralized finance und crypto-assets spezialisiert ist. Seine bei The Big Whale veröffentlichten Arbeiten behandeln unter anderem stablecoins, tokenized finance, DeFi protocols, Bitcoin mining und die institutionelle Adoption von digital assets. Zudem moderiert er den Market Call, ein wiederkehrendes Marktanalyseformat von The Big Whale.

Vor seinem Wechsel zu The Big Whale im Februar 2025 war Bukovski fünf Monate lang als Research Analyst bei The Block tätig, einem auf crypto fokussierten Informationsdienstleister, wo sein erklärter Schwerpunkt auf tokenization lag. Er verfügt über einen Ingenieurabschluss in Finance and Financial Management Services sowie einen Masterabschluss in Investment Management, beide von der Faculty of Technical Sciences der University of Novi Sad in Serbien.

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