Es ist kein Geheimnis, dass Coinbase an Europa interessiert ist. Der amerikanische Riese hat bereits Teams in London, Dublin und Berlin, möchte jedoch beschleunigen, insbesondere um einen echten Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union zu schaffen.
Mehrere Städte haben gute Chancen, den Zuschlag zu erhalten. Da sind natürlich Dublin und Berlin, da das an der Wall Street notierte Unternehmen dort bereits vertreten ist. Die deutsche Hauptstadt ist die Heimat von Daniel Seifert, der für die europäische Entwicklung des amerikanischen Riesen verantwortlich ist. Aber laut unseren Informationen ist auch Paris gut positioniert.
Die Gruppe von Brian Armstrong hat begonnen, mit Kommunikationsfirmen zusammenzuarbeiten, um zu sehen, wie sie sich in Paris etablieren und ihre Marketingstrategie umsetzen kann. Vertreter des Unternehmens, das seinen Antrag als Anbieter digitaler Vermögenswerte bei der Autorité des marchés financiers (AMF) eingereicht hat, haben sich in den letzten Monaten auch mit dem Finanzministerium getroffen.
Auf Nachfrage erklärte das 2012 gegründete Unternehmen, dass es keine unmittelbaren Pläne habe, ein Büro in Paris zu eröffnen. Laut unseren Informationen schreitet das Projekt jedoch voran.
Coinbase sieht Paris aus mehreren Gründen positiv: das französische Ökosystem und seine Dynamik, die pro-Web3-Haltung der Behörden, und vor allem die Präsenz seiner Hauptkonkurrenten. "Sie denken, dass die anderen Riesen der Branche nicht ohne Grund in Paris sind", bestätigt ein Anwalt.
Binance und Cryptocom haben letztes Jahr ihre Absicht angekündigt, Paris zu ihrem europäischen Hauptsitz zu machen. Der in China geborene Riese hat bereits Büros mit mehr als 100 Mitarbeitern. Der singapurische Riese Cryptocom kündigte seinerseits Ende 2022 an, 150 Millionen Euro in die französische Hauptstadt zu investieren.
Europa ist allmählich zu einem Eroberungsgebiet für ausländische Riesen geworden, angesichts des politischen Hin und Her in China in Bezug auf Kryptos und der mangelnden Sichtbarkeit der US-Regulierung.




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