In der Welt der digitalen Vermögenssicherung gibt es einige Giganten wie Ledger und Fireblocks, aber DFNS macht allmählich auf sich aufmerksam.
Gestärkt durch ein gutes Momentum im Jahr 2024, insbesondere gegen Ende des Jahres, als die Märkte stiegen, hat das zwischen Paris und New York ansässige Start-up gerade 16 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) in einer Series A eingesammelt.
Diese Transaktion wurde von Further Ventures geleitet, einem Private-Equity-Fonds mit Sitz in Abu Dhabi. Weitere historische Investoren wie White Star Capital, Hashed, Semantic, Techstars und Bpifrance beteiligten sich ebenfalls an der Runde.
Die Bewertung von DFNS, das bereits 2022 13 Millionen Euro (12 Millionen Dollar) eingesammelt hatte, ist nicht öffentlich.
"Diese Transaktion bestätigt sowohl unser Produkt als auch unseren Fokus auf Fintechs und Finanzakteure", erklärt Clarisse Hagège, Mitgründerin und CEO von DFNS, das mehr als 130 Kunden zählt, darunter Fidelity, Zodia Custody (die Krypto-Tochter von Standard Chartered) und Stripe, das gerade Bridge übernommen hat.
DFNS, das 2020 gegründet wurde, hat eine Wallet-Erstellungslösung auf Basis der MPC-Technologie (Multi-Party Computation) entwickelt. Diese MPC-Technologie zerlegt die Zugangsschlüssel zum digitalen Wallet in Fragmente, die dann über verschiedene sichere Universen verteilt werden.
Heute ist der Marktführer in diesem MPC-Markt das amerikanische Fireblocks, das durch alle seine Fundraising-Aktivitäten mehr als eine Milliarde Dollar eingesammelt hat. Im Gegensatz dazu ist Frankreichs Ledger der Weltmarktführer im Bereich der Selbstverwahrung, was bedeutet, dass die Kunden selbst die alleinigen Verwalter der Ledger-Technologie sind.
Die Stärken von DFNS?
DFNS hat es geschafft, sich zwischen den großen Akteuren der Branche eine Nische zu schaffen, dank zweier Dinge.
Erstens die Modularität. Dank des API-Systems ermöglicht das 25-köpfige Start-up Entwicklern, Bausteine zu nehmen und in Partnerschaft mit DFNS ihr eigenes Wallet-System nach ihren Bedürfnissen zu erstellen.
"Wir ermöglichen es unseren Kunden, ihre eigenen Instanzen auf öffentlichen Clouds wie AWS, privaten Clouds zu implementieren und ihre Thales- oder IBM-HSMs mit unserem Blockchain-Transaktionsmanagementsystem zu verbinden", erklärt Clarisse Hagège (lesen Sie unseren Bericht über die Zukunft der Wallets).
Dann ist da noch der Preis. Auch wenn nicht alle Angebote gleich sind, hat DFNS es geschafft, sich durchzusetzen, insbesondere dank eines Abrechnungssystems, das auf Nutzung und nicht auf verwalteten Volumina basiert. "DFNS ist eindeutig einer der günstigsten Anbieter auf dem Markt", bestätigt ein Unternehmen, das nicht einmal Kunde von ihnen ist.
Mit dieser Finanzierung möchte DFNS einige weitere technische Profile rekrutieren und seine Entwicklung mit Finanzinstituten beschleunigen, in einem Kontext, in dem die Ankunft von Akteuren wie BlackRock die Akzeptanz erheblich vorangetrieben hat.



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