EXKLUSIV. Sorare rekrutiert Expertin für Kryptoregulierung

11.09.2023
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Jennifer D'Hoir, die die Kraken-Börsenplattform verlässt, arbeitete jahrelang bei der Autorité des marchés financiers (AMF). Sie tritt dem französischen Einhorn bei und übernimmt die Verantwortung für die globale Regulierung.

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Für Sorare finden Transfers nicht nur auf dem Spielfeld statt. Der französische Fantasy-Sport hat gerade Jennifer D'Hoir rekrutiert, um sich um seine "Public Affairs", d.h. Lobbying-Aktivitäten, auf globaler Ebene zu kümmern. Die Französin war zuvor Leiterin der Regulierung für Kraken (in Europa), eine der weltweit führenden Börsenplattformen.

Jennifer D'Hoir arbeitet seit Jahren an der Regulierung von Blockchain und Krypto. Bevor sie 2021 zu Kraken kam, arbeitete sie bei Gide 255, dem Krypto-Team der französischen Anwaltskanzlei Gide. Vor allem verbrachte sie fünf Jahre bei der Autorité des marchés financiers (AMF), wo sie half, die ersten Vorschriften für den Sektor zu schaffen, wie das Pacte-Gesetz von 2019, das den Status von Dienstleistern für digitale Vermögenswerte (DASPs) einführte.

Insbesondere wegen ihrer fundierten Kenntnisse der Regulierung tritt Jennifer D'Hoir Sorare bei, und es mangelt nicht an Themen für das französische Einhorn! Seit einem Jahr setzt sich das Unternehmen, das 2021 680 Millionen Dollar gesammelt hat, für die Schaffung eines spezifischen Status für Spiele auf Basis von Blockchain und NFTs ein, damit diese nicht als Glücksspiel umklassifiziert werden.

Das Argument von Sorare und anderen Akteuren ist, dass die Glücksspielgesetzgebung nicht an das Blockchain-Universum angepasst ist und dass sie die schnell wachsende französische Kryptoindustrie benachteiligen könnte. "Regulierung sollte ein Hebel für die Entwicklung sein und nicht umgekehrt", erklärt Jennifer D'Hoir.

Diese Idee wurde von der französischen Regierung aufgegriffen, die sich für die Schaffung eines Status für "digitale Spiele mit monetarisierbarem Objekt" (Jonum) eingesetzt hat. In einem Interview mit The Big Whale sagte Digitalminister Jean-Noël Barrot 2022, dass "wir bei bestimmten Anwendungen wie Sorare wissen müssen, wie man agil sein kann".

Doch die etablierten Glücksspielakteure sind gegen diesen Status und prangern eine Form von unlauterem Wettbewerb mit flexiblerer Besteuerung und Kontrolle an. Die Nationale Glücksspielbehörde (ANJ), die 2022 vorläufig mit Sorare übereingekommen ist, um das Unternehmen nicht als Glücksspielbetrieb umzuklassifizieren, zögert ebenfalls, einen spezifischen Status dauerhaft einzuführen.

Die Schaffung des Jonum-Status ist im Gesetzentwurf zur Sicherung und Regulierung des digitalen Raums (SREN) vorgesehen. Der Gesetzentwurf soll in den nächsten Tagen die Nationalversammlung erreichen. Die Debatten dürften lebhaft werden.

Raphaël Bloch

Raphaël Bloch ist CEO und co-founder von The Big Whale, einer unabhängigen Market-Intelligence-Plattform für digitale Assets, die Finanzmarktteilnehmer über redaktionelle Berichterstattung, Research, ein wöchentliches Briefing und Präsenzveranstaltungen bedient. Er co-foundete The Big Whale im April 2022. Auf der Plattform moderiert und veranstaltet er institutionelle Events, die Banken, Asset Manager, Custodians und Infrastrukturanbieter zu Themen wie staking, on-chain yield, stablecoins, DeFi lending und tokenisation zusammenbringen. Er hat Panels bei Veranstaltungen moderiert, die in Partnerschaft mit Bitwise, Everstake, Gemini, Morpho, Hexarq, Coinhouse, Delubac, Franklin Templeton und der Ethereum Foundation organisiert wurden und zwischen Ende 2025 und Mitte 2026 in London und Paris stattfanden.

Vor der Gründung von The Big Whale arbeitete Bloch von Dezember 2016 bis März 2020 als Reporter bei Les Echos und anschliessend von März 2020 bis März 2022 bei L'Express. Zuvor war er auch bei Reuters tätig. Seit September 2022 hat er parallel eine Position als Business Analyst bei BFM Business inne. Seit 2016 ist er im Krypto-Journalismus aktiv. Er hat Abschlüsse von emlyon und dem CFJ.

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