Michael Saylor hat nicht die Absicht, von seinem Kurs abzuweichen. Während Strategy, sein Unternehmen, das zum globalen Symbol der "Bitcoin Treasury Companies" geworden ist, aus den MSCI-Indizes (rund 10 % Marktanteil) ausgeschlossen werden könnte, besteht der Chef darauf, dass weder Drohungen massiver Kapitalabzüge noch regulatorischer Druck die langfristige Strategie der Gruppe ändern werden.
Die Angelegenheit gewann in dieser Woche an Fahrt. In einer offenen Konsultation schlug der Indexanbieter MSCI vor, "Digital Asset Treasury Companies" aus mehreren seiner Leitindizes zu entfernen. Diese Kategorie bezieht sich auf Unternehmen, deren Mehrheit der Vermögenswerte Kryptowährungen sind.
Der Grund: Diese Unternehmen würden "Merkmale aufweisen, die Investmentfonds ähneln", eine Art von Entität, die gemäß den MSCI-Regeln nicht aufgenommen werden kann.
Urteil erwartet am 15. Januar. Und die Konsequenzen könnten schwerwiegend sein.
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Bis zu 2,8 Milliarden USD an passiven Abgängen
Laut einer Mitteilung von JP Morgan könnte Strategy mit Abgängen in Höhe von 2,8 Milliarden USD konfrontiert werden, wenn MSCI seinen Vorschlag umsetzt. Insgesamt wären rund 9 Milliarden USD seiner Marktkapitalisierung in Index- und passiven Fonds gebunden, die MSCI-Indizes oder den Nasdaq-100 replizieren, dem Strategy seit Dezember 2024 angehört.
Das Problem ist nicht nur der Kapitalabzug: Ein Ausschluss würde auch das Handelsvolumen und die Liquidität der Aktie verringern, was sie für große institutionelle Investoren weniger attraktiv macht. Ein potenziell teuflischer Kreis für eine Gruppe, die einen Teil ihres Rufs auf ihrer Börsenpräsenz aufgebaut hat.
Die Aktien von Strategy sind seit Jahresbeginn bereits um rund 40 % gefallen, getrieben durch einen Rückgang von Bitcoin und volatilere Stimmung gegenüber Bitcoin-Unternehmen.
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Saylor: "Wir sind weder ein Indexfonds noch ein passives Instrument"
Im Interview mit dem Wall Street Journal zeigt Michael Saylor dennoch keine Anzeichen einer Kursänderung. In einer E-Mail, die von der US-Tageszeitung weitergeleitet wurde, verteidigt er den Status von Strategy als "operatives Unternehmen".
Er weist darauf hin, dass die Gruppe nicht nur aus ihren massiven BTC-Reserven besteht: Strategy hat immer noch eine Unternehmenssoftware-Abteilung, die auf 500 Millionen USD geschätzt wird, seit mehr als zwanzig Jahren aktiv ist und institutionelle und staatliche Kunden bedient.
"Strategy ist kein ETF, kein geschlossener Fonds und kein Instrument, das Bitcoin passiv repliziert. Wir schaffen, betreiben und wachsen wie jedes andere Unternehmen."
Und vor allem: "Die Aufnahme oder der Ausschluss aus einem Index ändert nicht unsere Strategie, unser Geschäft oder unseren Glauben, dass Bitcoin überlegenes Kapital ist."
Klar: Selbst wenn MSCI zuschlagen würde, wird der Kurs nicht geändert.
Ein symbolischer Kampf um "Bitcoin-Unternehmen"
Jenseits des Falls Strategy wirft diese methodologische Überarbeitung durch MSCI eine breitere Frage auf: Wie sollten die Märkte börsennotierte Unternehmen behandeln, deren Geschäftsmodell darauf basiert, Bitcoins als Zahlungsmittel zu halten?
Diese hybriden Unternehmen, teils operativ, teils Vermögensverwalter, passen in keinen traditionellen Rahmen. Ihr Aufstieg zwingt nun die großen Indexanbieter, die Spielregeln zu klären.
Die Antwort von MSCI könnte ein Meilenstein sein. Und sie wird viel darüber aussagen, wie Wall Street beabsichtigt, Unternehmen zu integrieren oder nicht, deren Bilanzen auf einem Vermögenswert aufgebaut sind, den die traditionelle Finanzwelt immer noch schwer einordnen kann.
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