Es ist die größte Übernahme in der Geschichte der Kryptowährungen. Coinbase, die führende US-Börsenplattform, hat soeben angekündigt, dass sie Deribit, die weltweit führende Plattform für Bitcoin- und Ether-Derivate, für einen Rekordbetrag von 2,9 Milliarden Dollar kauft.
Das Geschäft, das 700 Millionen Dollar in bar und 11 Millionen Coinbase Class A-Aktien umfasst, soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.
Coinbase schreibt nicht nur einen XXL-Scheck: Es verändert seine Dimension. Durch die Übernahme des in Dubai ansässigen Deribit, das über ein offenes Interesse von rund 30 Milliarden Dollar auf den Krypto-Optionsmärkten verfügt, sichert sich Brian Armstrongs Unternehmen eine Goldgrube. "Dies wird uns zum vollständigsten Akteur im Derivatebereich machen", lobte Greg Tusar, Vice President für institutionelle Produkte bei Coinbase, den Schritt gegenüber dem Wall Street Journal.
Bisher mit wenig Engagement im Derivatemarkt, der dennoch zwei- bis dreimal größer ist als der Spotmarkt, nimmt Coinbase eine strategische Abkürzung in einem Rennen, in dem Binance, OKX und CME bereits um Positionen kämpfen.
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Mit seinen Wurzeln in den Niederlanden und einer schnell wachsenden institutionellen Nutzerbasis ist Deribit seit mehreren Jahren die unangefochtene Benchmark für Krypto-Optionen. Sein CEO, Luuk Strijers, begrüßte ein "neues Kapitel" für das Unternehmen, das voraussichtlich in seinen Operationen autonom bleiben wird, während es von der Marke und der regulatorischen Infrastruktur von Coinbase profitiert.
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"Wir haben ein starkes und profitables Geschäft aufgebaut. Diese Übernahme wird es uns ermöglichen, unseren Kunden ein vollständiges Angebot zu bieten: Spot, Futures, Perpetuals und Optionen, unter einem vertrauenswürdigen Banner", sagte er in einer Erklärung.
Mit Sitz in Kalifornien setzt Coinbase seine globale Expansion fort, mit klaren Ambitionen in Europa, Dubai und Asien. Die Übernahme von Deribit, das seit Januar für Gespräche mit mehreren Interessenten offen war - darunter laut Gerüchten auch Kraken -, bestätigt diese Strategie.
Der Deal erfolgt vor dem Hintergrund einer erneuten M&A-Aktivität im Kryptobereich, die durch ein günstigeres regulatorisches Klima unter der Trump-Administration und die Markterholung seit Ende 2024 angekurbelt wurde.
Durch die Übernahme von Deribit wird Coinbase nicht nur größer: Es positioniert sich als ernstzunehmender Anwärter auf die globale Führungsrolle bei Krypto-Finanzprodukten. Für einen Sektor, der nach Reife und Konsolidierung sucht, könnte dieser historische Deal der Beginn einer neuen Ära sein.
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