Machen Sie den Test. Gehen Sie nach Brüssel und fragen Sie die anwesenden Kommissionsbeamten oder gewählte europäische Vertreter, ob sie viele der Krypto-Akteure sehen. Ihre Antwort wird oft dieselbe sein: "Ehrlich gesagt, nicht allzu viele."
Einige wie Circle - das amerikanisch ist - sind präsent. Aber das ist immer noch eine kleine Minderheit...
Die Gründe für diesen Mangel an Einfluss sind bekannt: Die Branche ist sehr jung und viele Entscheidungsträger nehmen Krypto noch nicht sehr ernst. "Es gibt ein großes Image-Defizit", erklärt Karel Lannoo, Leiter des European Credit Research Institut, einem europäischen Think Tank, der sich auf Finanzregulierung spezialisiert hat.
Nicht sicher, ob die FTX-Binance-Episode aus dieser Sicht sehr effektiv sein wird 😅.
Ein finanzielles Problem?
Lobbying ist auch ein teures Geschäft. Mehrere europäische Gewerkschaften wie die European Crypto Initiative (EUCI) versuchen, Einfluss zu nehmen, aber ihre Ressourcen erlauben es ihnen nicht, viel mehr als Berichte und Analysen zu erstellen. "Simon Polrot, Direktor der EUCI, erklärt: "Mit unseren derzeitigen Ressourcen können wir nicht die gesamte Basisarbeit leisten, die nötig ist, um Politiker zu überzeugen. Zum Vergleich: Meta gibt jedes Jahr mehrere Millionen Euro für Lobbyarbeit auf europäischer Ebene aus. Allein die Gruppe von Mark Zuckerberg hat mehr als 10 Personen in Brüssel, die Mittagessen organisieren und Kontakte zu den Machtkreisen knüpfen 🚀.
Was ist also die Lösung? Einige argumentieren, dass Unternehmen im Sektor mehr geben sollten. "Es gibt bereits Geld", winkt der Leiter einer großen französischen Gruppe ab. Aber die Initiativen sind zu zersplittert, mit Strukturen in Frankreich, Italien, Deutschland...
"Die Gewerkschaften müssen sich zusammenschließen", erklärt Dimitrios Psarrakis, der nach seiner Tätigkeit als Berater der Kommission für MiCA Lobbyist in Brüssel bei der GBBC Digital Finance wurde. Die einzige Frage ist, unter welchem Dach.




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