Sehr diskret seit der Eröffnung der Debatten zur Regulierung von Web3-Gaming, ist der Riese Ubisoft mit dem endgültigen Text, der am Dienstag von den Abgeordneten verabschiedet wurde (das Gesetz zur Sicherung und Regulierung des digitalen Raums) 🗳️, nicht zufrieden.
"Die Richtung, die die Regulierungen einschlagen, weitgehend inspiriert von Glücksspielregulierungen, erscheint uns unverhältnismäßig im Vergleich zu den meisten Web3-Erkundungsmodellen in Videospielen," erklärt Nicolas Pouard, Direktor des Innovationslabors von Ubisoft.
Ihm zufolge "scheint der Text nicht für Anwendungsfälle gedacht zu sein, die spezifisch für traditionelles Gaming sind, was wahrscheinlich eine große Bremse für Web3-Initiativen in Videospielen in Frankreich darstellen wird".
Vor diesem Hintergrund erwägt Ubisoft, den Zugang zu seinen Web3-Spielen für französische Spieler einzuschränken (zum Beispiel über Geolokalisierungssysteme). Das erste dieser Spiele, "Champions Tactics", soll in Kürze veröffentlicht werden 🗓️.
👉 Was ist der Knackpunkt?
Der experimentelle Rahmen Jonum (Games with Monetisable Digital Objects), manchmal als "Sorare-Gesetz" bezeichnet, wurde entwickelt, um Online-Spiele mit monetarisierbaren digitalen Objekten zu regulieren und sie von Geld- und Glücksspielen wie Casinos, Sport- und Pferdewetten zu unterscheiden.
Obwohl dieser Rahmen weniger restriktiv ist als der für traditionelles Glücksspiel, enthält er zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Spieler, die als Reaktion auf intensives Lobbying von Glücksspielbetreibern gefordert wurden, die Web3-Spiele als unfaire Konkurrenz sehen.
"Jonum"-Spiele werden verpflichtet sein, das Alter der Spieler bei der Registrierung zu überprüfen (um den Zugang von Minderjährigen 🔞 zu verhindern) und müssen auch die Identität der Spieler überprüfen, wenn sie ihre Gewinne abheben möchten (um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern).
Ein Branchenexperte weist darauf hin, dass diese Verpflichtungen nicht selbstverständlich für die Glücksspielindustrie sind, die befürchtet, dass ihr traditionelles Geschäft eines Tages strenger reguliert wird.
"Ein sicheres und verantwortungsvolles Ökosystem für Nutzer, mit klaren Regeln, muss Priorität haben," betont Nicolas Pouard. "Aber dies muss in einer verhältnismäßigen Weise geschehen, im Einklang mit den vielen Regeln und Standards, die bereits die Videospielindustrie regeln (Verbraucherrecht, RGPD, Fernabsatz, PEGI etc.)."
Wie oben angegeben, liegt der Ball nun im Feld des Senats, der über den Text abstimmen muss. Es ist jedoch nicht sicher, dass der Text auf dieser Ebene geändert wird. Wird Ubisoft seine Drohung wahr machen? Die Antwort in ein paar Wochen 👀.







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