Redner
- André Dragosch - Leiter der Forschung, Bitwise Europe
- Julien Liniger - CEO, Relai
- Aleksandar Bukovski - Analyst, The Big Whale
- Raphaël Bloch - Mitbegründer und Chefredakteur, The Big Whale
Bitcoin vs Gold: Verbündete statt Rivalen
- Die beiden Vermögenswerte sind Teil derselben Bewegung weg von Fiat und Staatsanleihen hin zu "harten Vermögenswerten".
- Im Jahr 2025 übertraf Gold Bitcoin, besser korreliert mit der Geldpolitik und niedrigeren Zinsen.
- Aber die Erholung der globalen Liquidität und des Konjunkturzyklus sollte es Bitcoin ermöglichen, die Führung zurückzugewinnen.
- "Sie spielen im selben Team", fasst André Dragosch zusammen. "Aber Bitcoin ist technologisch überlegen: selten, tragbar und überprüfbar."
Bitcoins "IPO-Moment"
- Julian Liniger beschreibt die aktuelle Periode als Bitcoins "IPO-Moment": Frühadopter verkaufen an institutionelle Investoren.
- Fast 400.000 BTC (≈2% des Angebots) wurden von Inhabern, die über 10 Jahre alt sind, verkauft und von ETFs und Unternehmensschatzkammern absorbiert.
- Trotz dieses Verkaufsdrucks bleibt der Preis über 100.000 $, ein Zeichen für eine tiefe institutionelle Nachfrage.
- Liniger erwartet eine Flaute in den nächsten 6-9 Monaten, die den Weg für eine neue Aufwärtsbewegung im Jahr 2026 ebnet.
Institutionelle vs. Einzelhandelsadoption
- Die institutionelle Adoption ist strukturell und rational: Portfoliodiversifikation, strategische Allokation.
- Der Einzelhandel bleibt emotional und abwartend, wartet darauf, "wieder zu glauben" nach der symbolischen 100.000 $-Schwelle.
- Mit der Zeit könnte das Zusammentreffen von Einzelhandels-FOMO und institutioneller Akkumulation eine explosive Marktphase schaffen.
- Relai-Daten:
- Einzelpersonen kaufen bei Rückgängen, nicht bei Anstiegen.
- Volumina vervierfachen sich an Tagen mit Rückgängen.
Das Ende des Halving-Zyklus
- André Dragosch: "Der Vierjahreszyklus ist tot."
- Der Einfluss der Halvings ist jetzt marginal (<1% des jährlichen Angebots), weitgehend dominiert von institutionellen Flüssen (~1 Million BTC/Jahr).
- Bitcoin ist jetzt ein Makro-Asset, korreliert mit globaler Liquidität und Konjunkturzyklen statt mit Mining.
- Zuflüsse zu ETF/ETPs sind strukturell positiv, aber zyklisch sensibel, was Bitcoins Integration in die Mainstream-Finanzwelt verstärkt.
Dominanz und Marktausblick
- Bitcoins Dominanz bleibt nahe 60% und sollte bis 2026 so bleiben.
- "Alt-Seasons" werden weiterhin existieren, aber kurz und konzentriert.
- Die Einführung von ETFs auf andere Vermögenswerte könnte gelegentliche Rotationen verursachen, ohne Bitcoins strukturelle Dominanz in Frage zu stellen.
- Julian Liniger: "Über fünf Jahre verlieren die meisten Altcoins an Wert gegenüber Bitcoin."
Stablecoins: das Tor zu Bitcoin
- Stablecoins und Bitcoin sind keine Gegensätze: Sie ergänzen sich.
- Stablecoins dienen als Brücke zwischen Fiat und Krypto, einfach, liquide und dollar-gestützt.
- Da Nutzer versuchen, ihre Kaufkraft zu erhalten, wird die Liquidität zu Bitcoin migrieren.
- Julian Liniger: "In Schwellenländern sind Stablecoins das Tor; Bitcoin ist das Ziel."
Fazit
Bitcoin bewegt sich vom spekulativen zum makroökonomischen Reserve-Asset-Status. Das Jahr 2025 markiert die Reife des Marktes: Umverteilung von Positionen, nachhaltige institutionelle Flüsse und globale finanzielle Integration. Die nächste Phase wird nicht von Lärm, sondern von Konsolidierung und Tiefe geprägt sein.






%201.png)






%201.png)
%201.png)


%201.png)



%201.png)


